Städteregion Aachen

Die StädteRegion Aachen hat 2009 die Aufgaben des ehemaligen Kreises Aachen übernommen und erfüllt zusätzlich bestimmte Kreisaufgaben der Stadt Aachen. Die Mitgliedschaft in der AGFS besteht seit 2006. Die StädteRegion hat insgesamt ca. 567.000 Einwohner. Sie erstreckt sich entlang der Staatsgrenze zu Belgien und den Niederlanden in einer Nord-Süd-Ausdehnung von 50 km und einer Ost-West-Ausdehnung von 20 km. Im nördlichen Teil ist es vorwiegend flach, ideal für das Radfahren. Eine besondere Prägung erhält die Landschaft hier durch ihre Bergbauvergangenheit, die wir mit unseren niederländischen und belgischen Nachbarn gemeinsam haben. Das Projekt Grünmetropole nutzt dies für eine zukünftige grenzüberschreitende Entwicklung in den Bereichen Tourismus, Technologie und Wissenschaft. Hierbei wird auch auf den Radverkehr gesetzt: seit 2008 lädt die Grünroute Einwohner und Touristen zum Erfahren der Region und zur Entdeckung einer neuen Landschaft ein.

In der Mitte liegt die Kaiserstadt Aachen in einem Talkessel. Östlich benachbart liegen die Kupferstadt Stolberg mit Burg und Altstadt sowie Eschweiler mit dem Blausteinsee, der im Zuge der Rekultivierung eines Braunkohletagebaus entstanden ist. Der südliche Teil mit den Orten Roetgen, Simmerath und Monschau gehört bereits zur Eifel. Die Steigungsverhältnisse stellen hier teilweise sportliche Herausforderungen an die Radfahrer dar.

Die StädteRegion ist Baulastträger für 113 km Kreisstraßen. Seit 1990 ist der Anteil mit Radverkehrsanlagen von etwa 30 % auf über etwa 60 % gestiegen. Daneben engagiert sie sich beim Bau von Bahntrassenradwegen. In einer grenzüberschreitenden Kooperation entsteht auf einer Länge von 130 km ein Radweg auf der ehemaligen Vennbahn (RAVeL), der von Aachen in südlicher Richtung über Monschau und St. Vith bis Luxemburg reicht. Von Aachen aus Richtung Norden ist der Neu- und Ausbau eines Radwegs auf der ehemaligen Bahntrasse Aachen – Jülich in Planung. In beiden Fällen werden durch eine entsprechende Ausbaubreite und nahezu durchgehenden Asphaltierung neben dem Radverkehr auch die anderen Formen der Nahmobilität besonders berücksichtigt. Weiterhin wurde der Rurufer-Radweg ausgebaut, der in den Kreisen Düren und Heinsberg seine Fortsetzung bis Roermond findet.

Seit 1998 hat die StädteRegion ein Radroutennetz geschaffen, das mit einer wegweisenden Beschilderung ausgestattet ist und zusammen mit dem Radverkehrsnetz NRW mittlerweile ca. 850 km umfasst. Das aus den Belgien und den Niederlanden stammende Kontenpunktsystem wurde in die Wegweisung integriert, so dass ein lückenloser Anschluss an die Radroutennetze unserer Nachbarn hinter der Grenze besteht.

Für die Zukunft setzt die StädteRegion schwerpunktmäßig auf die Qualitätsverbesserung und –sicherung der vorhandenen Radrouten und der Radverkehrsanlagen an Kreisstraßen. Zunächst soll eine Qualitätsüberprüfung aufzeigen, welche Maßnahmen an Kreisstraßen zur Beseitigung von Mängeln und zur Anpassung an den Stand der Technik für den Radverkehr erforderlich sind.

Die StädteRegion sieht ein großes Radverkehrspotenzial insbesondere von Aachen in nördlicher Richtung, das mit dem Bau von Radschnellwegen erschlossen werden kann. Sie wird sich daher am Planungswettbewerb des Landes Nordrhein-Westfalen für Radschnellwege beteiligen.

Mehr Infos unter www.staedteregion-aachen.de/rad