Gemeinde Schöppingen

Bürgermeister Josef Niehoff, Staatssekretär Horst Becker und AGFS-Geschäftsführerin Christine Fuchs präsentieren die Aufnahmeurkunde der Gemeinde Schöppingen.

Schöppingen gehört nun auch zur AGFS

Nun ist es offiziell: Schöppingen ist das 63. Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS). Mit einem großen Bahnhof wurde das kleinste Mitglied durch die Überreichung der Urkunde feierlich aufgenommen. Dazu waren der parlamentarische Staatssekretär Horst Becker aus Düsseldorf, Peter London vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr NRW, Chrisiane Fuchs, Geschäftsführerin AGFS, Stadtverwaltung Krefeld und Ludger Stienen als Vertreter des Kreises Borken eigens angereist. Neue Schilder werden ab jetzt an den Ortseingängen auf die fahrradfreundliche Stadt hinweisen.

Staatssekretär Horst Becker betonte, dass die AGFS seit 1993 ein wichtiger Teil der nordrhein-westfälischen Verkehrspolitik sei. "Die Förderung des Radverkehrs hat in NRW eine lange Tradition. Von 1978 bis 2010 wurden für insgesamt 1,57 Mrd. € rund 8.675 km Radwege gebaut." stellte er fest. Allein in diesem Jahr würden zur Förderung des kommunalen Radwegebaus 27 Mio. € bereitgestellt. Insgesamt strebe das Land in diesem Jahr an, rund 50 Mio. € alleine aus dem Verkehrshaushalt in die Nahmobilität zu investieren.

Becker erwähnte noch einmal die neun Punkte der positiven Beurteilung Schöppingens durch die Auswahlkommission unter der Leitung von Dieter Hilser vom 09. Mai:

  • Die sehr vorbildliche intensive und gute Zusammenarbeit mit der Polizei in straßenverkehrlichen Angelegenheiten.
  • Das Engagement des Bürgermeisters und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung.
  • Der Schlauchautomat und die Ladestation für die E-Bikes.
  • Die gut durchdachten ordnungsrechtlichen und markierungstechnischen Regelungen für den Rad- und Fußgängerverkehr.
  • Das Serviceangebot für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer ist sehr umfangreich.
  • Es gibt ein durchgängiges Wegenetz sowohl für den Alltags- als auch für den Freizeitradverkehr mit einem Schwerpunkt auf Wirtschaftswege.
  • Die Nutzung der vorhandenen Infoangebote wie z. B. den Radroutenplaner.
  • Die Haushaltsaufwendungen für die Erhaltung der Straßen und Wege.
  • Und schließlich gefiel die Aktion "Schöppinger Öko-Card".

Bürgermeister Josef Niehoff wies in seiner Begrüßung auf die stetig wachsende Attraktivität des Radfahrens im ländlichen Bereich hin. "Den Radfahrern ist das Fahren auf Landstraßen bei dem zunehmenden Verkehr heute nicht mehr zuzumuten", betonte er, zumal die Zahl Rad fahrender Senioren mit E-Bikes sichtlich zunehme.

Die Gemeinde Schöppingen pflegt seit 15 Jahren den Radwegebau nach dem "Schöppinger Modell". Danach werden Radwege von den Bürgern in Eigenleistung erstellt, wobei die Gemeinde die Materialien zur Verfügung stellt. Zurzeit werden ein sechs Kilometer Rad- und Gehweg in Richtung Ahaus und zwei Bürgerradwege nach dem Kreismodell 50:50 ausgebaut. Sehr beeindruckend sei am Sonntag die NRW-Radtour gewesen, so der Bürgermeister, bei der 1.000 Radfahrer auf der Tour durch das Münsterland durch Schöppingen geradelt seien.

Nachdem Bürgermeister Josef Niehoff und Christine Fuchs gemeinsam die Aufnahmeurkunde unterzeichnet hatten, übergab Josef Niehoff im Beisein aller Gäste ein neues E-Bike als Gemeindefahrrad seiner Bestimmung.

Text: Alfons Körbel