Rhein-Kreis Neuss

Landesverkehrsminister überreicht Urkunde

In Sachen Fahrradfreundlichkeit kann der Rhein-Kreis Neuss auf eine jahrzehntelange positive Entwicklung zurückblicken. Bereits 1985 wurde das Pilotprojekt "Radverkehrs- und Beschilderungsplan" mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Durch den Bau neuer Radwege und durch Lückenschluss im Radwegenetz steht den Radfahrern im Rhein-Kreis Neuss heute ein ausgeschildertes Radwegenetz von rund 1 100 Kilometern Länge zur Verfügung.

Minister Dr. Axel Horstmann (links) und Landrat Dieter Patt (rechts) bei der Aufnahme des Rhein-Kreises Neuss in die Arbeitsgemeinschaft "Fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in NRW".

Jetzt wurde die Fahrradfreundlichkeit des Rhein-Kreises Neuss auch offiziell anerkannt. Dr. Axel Horstmann, Landesminister für Verkehr, Energie und Landesplanung, hat Landrat Dieter Patt die Urkunde "Fahrradfreundlicher Rhein-Kreis Neuss" überreicht. Damit wurde der Rhein-Kreis Neuss in die Arbeitsgemeinschaft "Fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen" aufgenommen. Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft ist es, den Radverkehr als Element eines Gesamtverkehrskonzeptes für umwelt- und stadtverträgliche Mobilität zu entwickeln.

Das attraktive und sichere Radverkehrsnetz des Rhein-Kreises Neuss, das fahrradfreundliche Gesamtklima sowie die Servicestellen rund ums Rad hatten die Auswahlkommission der Arbeitsgemeinschaft bei zwei Bereisungen des Kreisgebiets von der Fahrradfreundlichkeit überzeugt.

In Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Neuss des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) soll die Qualität des Radwegenetzes weiter verbessert werden. Bei Streckenkontrollen werden nicht nur die Wegbeschaffenheit und die Ausschilderung überprüft, sondern auch der Bedarf an neuen Radwegen ermittelt. Die Bedeutung, die dem Radverkehr im Rhein-Kreis Neuss eingeräumt wird, kommt auch in der Haushaltsplanung zum Ausdruck: Im Kreisstraßenbauprogramm sind für den Radverkehr bis zum Jahr 2008 insgesamt 1,6 Millionen Euro vorgesehen. Für die Unterhaltung der Freizeitrouten werden pro Jahr 13 500 Euro veranschlagt.

Landrat Dieter Patt, Minister Dr. Axel Horstmann und Pascale van den Berg, Geschäftsführung der AGFS, bei der Präsentation der unterzeichneten Urkunde