Oberhausen - Förderung des Radverkehrs als Teil der Nahmobilität

Rahmenbedingungen

Die Förderung des Umweltverbundes ist in Oberhausen seit über 20 Jahren erklärtes Ziel der kommunalen Verkehrspolitik und inzwischen auch integraler Bestandteil der Stadtentwicklungsplanung.

In all den Jahren folgten die entsprechenden Konzepte, Entscheidungen und Maßnahmen dem Ziel, den Stadtverkehr umwelt- und sozialverträglich zu gestalten.

Klimawandel und dessen Ursachen waren dabei vor 20 Jahren zwar noch nicht die ausschlaggebende Triebfeder, sondern eher Aspekte des Umweltschutzes und hier insbesondere der Luftreinhaltung, aber auch dieses "neue" Ziel lässt sich mit den Themen "Förderung der Nahmobilität" bzw. "Förderung des Radverkehrs" sehr gut in Einklang bringen.

Die Radverkehrsinfrastruktur, die Anfang der 1980er Jahre allenfalls nur (noch) fragmentarisch vorhanden war, schrittweise zu einem gesamtstädtischen Radverkehrsnetz zu entwickeln, war zunächst eine Aufgabe, die einen langen Atem erforderte. Hunderte von kleinen, mittleren und großen Maßnahmen haben zwischenzeitlich dazu geführt, dass die Radverkehrsituation vor Ort in der Bevölkerung als relativ gut eingestuft wird und das Fahrradklima als positiv bezeichnet werden kann.

Dennoch gibt es in diesem Netz bzw. bei der ergänzenden Infrastruktur auch heute noch Dinge, die durchaus verbesserungsfähig sind. Daran soll auch in den nächsten Jahren im Rahmen der personellen und finanziellen Möglichkeiten schrittweise und zielgerichtet weiter gearbeitet werden.

Die Mitgliedschaft der Stadt Oberhausen in der Arbeitsgemeinschaft der fahrradfreundlichen Städte, Gemeinden und Kreise in NRW seit 2001 - mit der zwischenzeitlich erfolgten Verlängerung zunächst bis 2015 - hat spürbar geholfen, diesen Weg auch konsequent weiter gehen zu können.

Stadtentwicklung

Oberhausen als kreisfreie Stadt im Ballungskern des Ruhrgebietes hat zurzeit rund 210.000 Einwohner. Sie weist eine historisch gewachsene, polyzentrische Struktur mit einer Reihe von Stadt(teil)- und Nebenzentren auf. Dies ermöglicht es im Alltag auf kurzen Wegen von den Wohngebieten z. B. zu den Schulen, den Versorgungseinrichtungen und den Arbeitsplätzen vor Ort zu gelangen.

Die ehemalige Montanstadt Oberhausen befindet sich bereits seit über vier Jahrzehnten in einem ökonomischen Strukturwandel. Der Rückzug des Bergbaus und der Stahlindustrie verlief dabei in vielen kleinen und größeren Schritten. Damit einher gingen an vielen Stellen im Stadtgebiet Flächenfreisetzungen und anschließende Umnutzungserfordernisse; was folgte, waren neue teilräumliche Nutzungskonzepte und entsprechende Entwicklungen.

Der bedeutendste Schritt in dieser Entwicklung stellte in den 1990er Jahren das Projekt "Neue Mitte Oberhausen" mit seinen vielfältigen Bausteinen und Projekten in der geographischen Mitte der Stadt dar. Es umfasst rd. 10% des Stadtgebietes und bot seinerzeit u. a. auch die einmalige Chance neuer verkehrlicher Verbindungen zwischen den südlichen und nördlichen Stadtteilen. Insbesondere der Radverkehr und der ÖPNV haben davon sehr deutlich profitiert.

Weitere Informationen:
Radverkehrsinfrastruktur
Tourismus, Naherholung und Radverkehr
Orientierung
Öffentlichkeitsarbeit