Kreis Düren

Landrat Wolfgang Spelthahn (3. v. li.), AGFS-Geschäftsführerin Christine Fuchs (m.) und der Parlamentarische Staatssekretär im NRW-Verkehrsministerium, Horst Becker (3. v. re.), präsentieren mit Vertretern aus Verwaltung und Politik die Zertifikate, die den fahrradfreundlichen Kreis Düren ausweisen, vor der neuen Fahrradabstellanlage auf dem Vorplatz des Kreishauses.

Kreis Düren ist 64. Mitglied der AGFS

Als 64. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der fahrradfreundlichen Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS) nahm Landrat Wolfgang Spelthahn am 18.08.2011 aus den Händen des Parlamentarischen Staatssekretärs im NRW-Verkehrsministerium, Horst Becker, und der AGFS-Geschäftsführerin Christine Fuchs das Zertifikat entgegen, das den Kreis Düren als "fahrradfreundlich" ausweist.

Damit wurde die im Juni, nach Bereisung einer Entscheidungskommission, angekündigte Zertifizierung nun auch offiziell besiegelt. Der Landrat ließ kurz noch einmal das Gesamtkonzept, mit dem der Kreis Düren deutliche Prioritäten für den Radverkehr gesetzt hat und das mit ausschlaggebend für die heutige Auszeichnung war, Revue passieren. So schlagen beispielsweise die Aufwendungen des Kreises für fahrradfreundliche Maßnahmen im Doppelhaushalt 2010/2011 mit über 500.000 Euro zu Buche, dem gegenüber standen in 2008/2009 gerade mal 44.000 Euro. Dass der Kreis Düren zudem vor einigen Wochen als "fahrradfreundlicher Arbeitgeber" - als erste öffentliche Verwaltung landesweit - ausgezeichnet worden war, sorgte ebenfalls für zusätzliche Pluspunkte. Neben den überwiegend positiven Eindrücken hatte es aber auch Anregungen der Kommission, etwa für einen verbesserten Ruruferradweg, gegeben.

"Für uns steht das Zertifikat nicht am Ende einer Entwicklung, wir begreifen es als Ansporn, den eingeschlagenen Weg engagiert weiter zu gehen und mit möglichst vielen Partnern zu kooperieren", so der Landrat. Er sei gewiss, bei einer erneuten Begutachtung, die nach sieben Jahren erfolge, weitere Pluspunkte in die Waagschale werfen zu können. Staatssekretär Horst Becker verwies auf die traditionelle Förderung des Radverkehrs in NRW. Er ermunterte ausdrücklich zur Fortsetzung der kreisdürener Aktivitäten. Die gute Verknüpfung von "Rad und Schiene" im Kreisgebiet hatte ihn ebenso beeindruckt wie beispielsweise der Einsatz eines Fahrradbusses an Wochenenden. Er rechne damit, dass auch der Radverkehr im Kreis Düren von der zu verzeichnenden drastischen Steigerung der E-Mobiliät profitieren werde.

Christine Fuchs hieß das neue Mitglied "Kreis Düren" herzlich in der Arbeitsgemeinschaft willkommen; sie freue sich auf eine gute Zusammenarbeit in der Gemeinschaft, der seit heute 47 Städte, 12 Kreise und 5 Gemeinden angehören.