Kreis Borken - Besonders fahrradfreundlich seit Oktober 2009

„Die Radverkehrsförderung im Kreis Borken ist vorbildlich zu nennen“, betonte Lutz Lienenkämper, seinerzeit Minister für Bauen und Verkehr des Landes NRW, anlässlich der festlichen Aufnahme des Kreises Borken in der Arbeitsgemeinschaft am 14.10.2009 im Kreishaus Borken. Dabei verwies er auf den kontinuierlichen Bau neuer Radwege, Angebote wie den Freizeit- und Fietsenbus und eine vorbildliche Verkehrserziehung.

Zuvor erhielt bereits die kreisangehörige Stadt Rhede die Auszeichnung „fahrradfreundliche Stadt“. Gemeinsam mit dem Kreis Borken wurden Bocholt und Reken ausgezeichnet. „Mit weiteren Bewerbungen aus dem Kreis Borken ist zu rechnen“, so die Ankündigung des damaligen Landrates des Kreises Borken, Gerd Wiesmann. Und tatsächlich: Die Aufnahmekriterien der Arbeitsgemeinschaft erfüllten mittlerweile auch die Gemeinde Schöppingen und die Stadt Velen aus dem Kreis Borken. Erklärtes Ziel der Kreisverwaltung – nunmehr mit Landrat Dr. Kai Zwicker an der Spitze – ist es, noch weitere Kommunen aus dem Kreisgebiet für eine Mitgliedschaft zu begeistern.

Vertreter aller kreisangehörigen Kommunen treffen sich bereits im „Fahrradforum“, das auch im Jahre 2013 wieder tagen wird. In diesem Gremium findet ein reger fachlicher Austausch statt, der zur Verbesserung des „regionalen Fahrradklimas“ beitragen soll.

Fahrradklima im Kreis Borken

Der Kreis Borken ist eine Region mit einem vergleichsweise hohen Radfahreranteil. Im Kreisgebiet gibt es zudem eine relativ gute Infrastruktur für Radfahrer/innen. Im Hinblick auf das noch nicht ausgeschöpfte touristische Potenzial, aber auch wegen der außerordentlich positiven ökologischen und gesundheitlichen Aspekte des Radfahrens strebt der Kreis Borken an, das „Radfahr-Klima“ weiter zu optimieren. Wichtig ist eine ganzheitliche/integrierte Betrachtung des Radfahrens. Im Ergebnis geht es um das Ziel, dass das Fahrrad noch mehr im Alltags- und Freizeitverkehr eingesetzt wird. Aber auch für den Tourismus sind die Infrastruktur und das Marketing weiter zu entwickeln, um diesen wichtigen Standortfaktor weiter auszubauen.

Die hiesigen Sportvereine und Krankenkassen sind bereits auf vielfältige Weise in Sachen Radfahren „unterwegs“. Der fahrradfreundliche Kreis Borken weist gerne auf diese Angebote hin und unterstützt sie überdies im Rahmen seiner Möglichkeiten. Für den Arbeitgeber Kreisverwaltung ist die Teilnahme am AOK-Projekt „Mit dem Rad zur Arbeit“ bereits obligatorisch – mehrfach wurde er bereits als „fahrradaktives Unternehmen“ ausgezeichnet. Das Motto dieser Aktion sollte aus Sicht des Kreises Borken auch auf andere Bereiche übertragen werden. So könnte es beispielsweise zudem lauten:

  • Mit dem Rad zur Schule
  • Mit dem Rad zum Training.

Die inhaltliche Nähe zum Aufgabenspektrum des Kreissportbundes Borken ist offensichtlich. Daher wird 2013 erstmals eine Seminar-Kooperation mit dem Angebot „Sicher auf dem Pedelec ab 55“ stattfinden.

Seit 2011 wird ferner der „Fietsensommer“ als ortsgrenzenübergreifende Veranstaltungsreihe beworben. All diese Freizeitangebote rund um das Radfahren werden in der kommunalen Öffentlichkeitsarbeit berücksichtigt und vermarktet.

Im Kreis Borken sind im Laufe der Jahre viele Radwege entlang der klassifizierten Straßen entstanden, die Komfort und Sicherheit im Alltagsverkehr bieten, aber auch für den Tourismus Bedeutung haben. Diese Wege, ergänzt durch ein dichtes gut ausgebautes Wirtschaftswegnetz, sind inzwischen auch Bestandteil vieler ausgewiesener Freizeitrouten. Wer als Radfahrer die touristische Wegweisung nutzt, nimmt häufig einen längeren Weg in Kauf. Die Wertschätzung für den Alltags-Radverkehr findet seinen Niederschlag in der neuen direkten Wegweisung zwischen den Ortschaften und Ortsteilen im Kreis Borken. Das mit Landesförderung aufgestellte Alltagsnetz wird 2013 vollendet.