Ruhender Radverkehr

Im Essener Hauptbahnhof befindet sich eine Radstation mit einer Einstellkapazität von 245 Plätzen. Sie wurde 1999 als Provisorium in der ehemaligen Expressguthalle eingerichtet und beim Umbau des Hauptbahnhofs 2010 im ehemaligen Posttunnel nebenan als Dauerlösung ausgebaut. Das Angebot umfasst neben der Bewachung Service rund um das Rad und eine Fahrradvermietung. Das gleiche Angebot bietet auch die Radstation am S-Bahn-Haltepunkt Essen-Kupferdreh, wo die Fahrradvermietung wegen des nahen Baldeneysees und des dort verlaufenden RuhrtalRadwegs auf große Resonanz stößt.

Auf dem Gebiet der Fahrradboxen mit elektronischem Schließsystem gehört die Stadt Essen zu den Pionieren. Sie bieten ein diebstahlsicheres und wettergeschütztes Abstellen von Rädern und Zubehör (Fahrradkorb, Packtaschen, Regenkleidung). Durch das berührungslose Chipkartensystem werden Beschädigungen am Schloss vermieden. Das Fahrradboxenmanagement mit Einrichten der Boxen und Chipkarten, Ausgabe der Chipkarten und Betreuung der Nutzer/-innen übernimmt ein städtischer Mitarbeiter. An 13 S-Bahnhöfen und drei ÖPNV-Haltestellen werden insgesamt 160 Fahrradboxen angeboten.

Neben B&R-Anlagen an Bahnhöfen des SPNV und Haltestellen des ÖPNV bietet die Stadt Essen auch an vielen anderen für den Radverkehr relevanten Standorten Fahrradabstellanlagen an. Neben öffentlichen Einrichtungen gehören dazu Einkaufsbereiche und Wohngebiete, wo das Angebot auch aufgrund von Bürgeranregungen kontinuierlich verbessert wird. Durchschnittlich werden pro Jahr 100-150 Fahrradbügel installiert. Im gesamten Stadtgebiet sind rund 5000 Fahrradbügel aufgestellt, wobei einheitlich der Typ Rhein-Ruhr verwendet wird, bei dem ein sicheres Anlehnen der Räder und das Abschließen von Rahmen und Rädern möglich sind.

Zurück zur Übersicht