Radtourismus

Durch das Essener Stadtgebiet verlaufen mehrere regionale Radrouten, angefangen mit der Kaiserroute (Aachen-Paderborn) über die Route der Industriekultur, den EmscherParkRadweg und den Emscherweg bis hin zum RuhrtalRadweg. Dieser 2006 eröffnete Flussradweg erfreute sich von Anfang an großer Beliebtheit und gelangte schnell in die Top 10 der deutschen Flussradwege. Die 4-Sterne-Zertifizierung des ADFC beweist seinen hohen Qualitätsstandard. Das Alleinstellungsmerkmal des RuhrtalRadwegs besteht in der engen Verknüpfung herrlicher Naturlandschaften mit Denkmälern der Industriekultur und sehenswerten Ortskernen. Essen besitzt mit über 30km den längsten Abschnitt des RuhrtalRadwegs und bietet z.B. mit dem Baldeneysee, der Basilika St. Ludgerus in Werden und der Villa Hügel interessante Ziele.

Für das Jahr 2010, in dem Essen als Bannerträger für das Ruhrgebiet „Kulturhauptstadt Europas“ war, wurden die drei städtischen Raderlebnisrouten „Nord“, „Süd“ und „West“ ausgearbeitet. Jede Route wird auf einem eigenen Flyer mit Karte und Hinweisen präsentiert und ist mit eigener Wegweisung ausgestattet. Sie verknüpfen viele hochwertige Sehenswürdigkeiten im Stadtgebiet miteinander. Während die Route Nord das Weltkulturerbe Zeche und Kokerei Zollverein erschließt, führte die Route West an den kulturellen Highlights wie Aalto-Theater, Philharmonie und Museum Folkwang vorbei.

Motiviert durch den erfolgreichen RuhrtalRadweg und die positive Resonanz auf die radtouristischen Angebote im Kulturhauptstadtjahr wird der Radtourismus jetzt mit dem Motto „Industriekultur und Radwandern“ gefördert. Dazu bietet die Essen Marketing GmbH unter „Essen.PerPedal“ Informationen und Hotelpauschalen für Radtouristen an.

Neben den drei Kulturhauptstadtrouten sind in den vergangenen vier Jahren auch drei Nord-Süd-Routen entstanden, die das Emschertal und den Rhein-Herne-Kanal mit dem Ruhrtal verbinden. Die WasserRoute im Westen, die NaturRoute im Osten und die StadtRoute im Zentrum der Stadt sind ebenfalls per Flyer und Wegweisung zu finden. Zusätzlich gibt es mit Zechentour, Bahntrassentour, Kirchentour, Biergartentour und Krupptour weitere thematische Tourenvorschläge. Eine besondere Herausforderung stellt die fast 100 km lange „Grenzerfahrungstour“ dar, die einmal entlang der Stadtgrenze führt und zu der viel Sehenswertes in einem Spiralheft beschrieben wird.

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