Stadt Dortmund

Die Stadt Dortmund wurde am 08. August 2007 als 42. Mitglied in die Arbeitsgemeinschaft "Fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW" (AGFS) aufgenommen. Damit gehört Dortmund zu den Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, die das Qualitätssiegel "fahrradfreundliche Stadt" offiziell tragen dürfen. Die Stadt Dortmund kann sich mit ihren Erfahrungen und der bisher erfolgreich geleisteten Arbeit zur Radverkehrsförderung gut in diesen Kreis einbringen und gleichzeitig auch von den langjährigen Erfahrungen der anderen Mitgliedstädte profitieren.

Mit ihrer Bewerbung um die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft hat sich die Stadt Dortmund zur Förderung des Radverkehrs bekannt und sich auch an die hohen Anforderungen der AGFS und deren Leitbild gebunden.

Seit 1998 konnte der Anteil des Radverkehrsanteils am gesamten Verkehrsaufkommen in Dortmund kontinuierlich gesteigert werden. Er betrug rund 10 Prozent im Jahr 2005 und soll bis zum Jahr 2015 auf 15 Prozent gesteigert werden.

Heute gibt es in Dortmund ein knapp 630 km langes Radwegenetz mit insgesamt 18 ausgewiesenen Fahrradrouten. Jährlich kommen zwischen 10 und 15 Kilometer hinzu. Im gesamten Stadtgebiet verteilt stehen 4000 Abstellplätze für den ruhenden Radverkehr zur Verfügung. 11 überdachte und abschließbare Fahrradhäuschen erweitern das Angebot zum Abstellen des Fahrrads in den Wohnquartieren.

Mittlerweile ist das Verkehrsmittel Fahrrad aus dem Dortmunder Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Die Förderung des Radverkehrs ist fester Bestandteil in Politik und Verwaltung. Zahlreiche Beschlüsse zu fahrradfreundlichen Maßnahmen und die Umsetzung unterschiedlichster Projekte zur Radverkehrsförderung zeugen vom Stellenwert des Fahrrades in Dortmund.

Einige Beispiele:

2009 hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung den bundesweiten Modellversuch „Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme“ ausgeschrieben. Die Antragsgemeinschaft‚ Metropolregion Ruhr mit den Städten Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Herne, Mülheim a.d.R. und Oberhausen haben „den Zuschlag“ erhalten und konnten bis Ende 2012 rund 300 Fahrradverleih-stationen mit durchschnittlich je 10 Rädern aufbauen. Angestoßen wurde das Projekt durch die Stadt Dort-mund. Auf Dortmund entfallen rund 60 Stationen. Dortmund hat auch als erste Stadt das metropolrad als „Mitarbeiterrad“ für alle Beschäftigten der Stadtverwaltung verfügbar gemacht.

Von 2008 bis 2011 wurde von der Technischen Universität Dortmund, Fakultät Raumplanung, Verkehrswesen und Verkehrsplanung, ein vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstütztes Forschungs- und Umsetzungsprojekt zur Förderung des Radverkehrs in Dortmund durchgeführt. In vier beispielhaften Stadtteilen mit unterschiedlichen sozialen und räumlichen Strukturen wurden „maßgeschneiderte“ Handlungsfelder entwickelt. Die räumlichen und sozialen Potenziale mit Bezug auf das Fahrrad wurden ermittelt und größtenteils aktiv umgesetzt. Dabei lag der Schwerpunkt der zu entwickelnden Konzepte und Maßnahmen auf nicht-investiven Maßnahmen zur Radverkehrsförderung. Mit den unterschiedlichen kommunalen Handlungsansätzen Mobilitätsmanagement, Verkehrssicherheitsarbeit, Stadtmarketing etc. erfolgte eine stadtteilbezogene Förderung des Radverkehrs. Eine der Aktivitäten in diesem Zusammenhang war die Aktion „Mit dem Rad zum Bad“ anlässlich der Wiedereröffnung des Naturbads Froschloch nach grundlegender Renovierung am 22.05.2011.