Dorsten - seit 2006 Mitglied in der AGFS.

Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff.

Am 22. Juli 2006 wurde die Aufnahme-Urkunde an den damaligen Bürgermeister der Stadt Dorsten, Lambert Lükenhorst, überreicht. Der Radverkehrsanteil in Dorsten lag seinerzeit bei rund 25% und damit schon im guten oberen Drittel der AGFS. Heute werden fast 43% aller Wege in der Stadt Dorsten zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt.

Besonderen Wert legt die Stadt Dorsten auf fahrradfreundliche Verkehrsregelungen. Ein wichtiges Thema ist dabei die Bevorrechtigung für Radfahrer. Auf der Hauptrad und -fußwegeführung von Dorsten nach Holsterhausen wurde dies durch den Rückbau von Drängelgittern (Umlaufsperren) und Einengungen sowie durch eine farbige Hervorhebung und zusätzliche Beschilderung erreicht. Auf der stillgelegten Eisenbahnstrecke Haltern – Dorsten – Wesel wurde auf der Teilstrecke zwischen der Stadtgrenze Schermbeck und der B 224 mit Hilfe des RVR eine neue, stadtteilübergreifende Rad- und Fußwegeverbindung realisiert. Bei der erforderlichen Umgestaltung sind dunkle Unterführungen beseitigt und die Kreuzungen mit den Gemeindestraßen attraktiv und für den Radverkehr ebenfalls bevorrechtigt umgestaltet worden.

Dorsten, Fußgängerzone

Um auch den Bedürfnissen mobilitätseingeschränkter Verkehrsteilnehmer gerecht zu werden, gestaltet die Stadt Kreuzungsbereiche, die umgebaut werden, barrierefrei aus. Dazu hat Dorsten Systempläne unter Beachtung des Leitfaden 2012 Barrierefreiheit im Straßenraum des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen erstellt, die regelmäßig den neuesten Erkenntnissen angepasst und aktualisiert werden.

Für Radfahrer und Wanderer hält Dorsten eine Freizeitkarte vor, die es ermöglicht, die gesamte Stadt in mehreren themenorientierten Touren zu entdecken. Über Kartenmaterial und zugehörige Texte werden Touren für die unterschiedlichsten Anforderungen und Zielgruppen angeboten. Eine Neubürger-Tour, vorgestellt von Bürgermeister Tobias Stockhoff, führt zu markanten Plätzen im Stadtgebiet, vergisst aber auch den Hervester Bruch nicht, eine Wasserlandschaft, die durch Bergsenkungen entstand und heute von der Natur zurückerobert worden ist.

GPS-taugliche Trackdateien der insgesamt acht Routen können auf der Homepage der Stadt Dorsten heruntergeladen werden.