Querungsstellen für den Radverkehr

Radverkehrsförderung liegt im Trend. Ein wichtiges Thema ist es, Barrieren im Radverkehrsnetz abzubauen, damit Radfahrer zügig ihre Ziele erreichen können. Querungsstellen für den Radverkehr nehmen dabei eine wichtige Rolle ein. Bei der Querung von Straßen gibt es im Radverkehr regelmäßig Zeitverluste, jeder neue Anfahrvorgang nach einem Anhalten verlängert die Reisezeit. Die Bevorrechtigung des Radverkehrs bei der Querung von Straßen und Wegen bietet die Chance, Wege mit dem Rad zügiger zurück legen zu können. Die Beschleunigung des Radverkehrs darf aber nicht zu Lasten der Verkehrssicherheit gehen.

Auch für das neue Thema "Radschnellwege" werden bevorrechtigte Querungsstellen interessant. Für eine Beschleunigung und Bündelung des Radverkehrs auf optimal ausgebauten Trassen sollte der Radverkehr in der Mehrzahl der Querungsstellen bevorrechtigt sein.

Dort setzt unsere neue Broschüre an: Welche Möglichkeiten gibt es, dem Radverkehr Vorrang bei der Querung von Straßen und Wegen zu geben? Gleichzeitig sollen diese Lösungen auch höchste Ansprüche an die Verkehrssicherheit erfüllen. Die Mitglieder eines Arbeitskreises der AGFS, bestehend aus Projektleitern der AGFS, Vertretern von Bezirksregierungen und des ADFC NRW haben in einem intensiven Prozess eine Broschüre für die Praxis entwickelt.

Die neue AGFS-Broschüre bietet eine systematische Zusammenstellung von möglichen Querungsstellen für den Radverkehr. Sie soll Planern und Ingenieuren Anregungen für eine bessere Berücksichtigung des Radverkehrs in der Verkehrsplanung geben. Auf 64 Seiten werden 12 Grundtypen von Querungsstellen in verschiedenen Variationen vorgestellt. Falls vorhanden, werden auch jeweils Praxisbeispiele dargestellt.