Kongress zur Elektroenergie in der Nahmobilität

Alles unter Strom?! - Elektroenergie in der Nahmobilität

Klimawandel, Gesundheit, die neue Lust am schnellen Radfahren und der Übergang vom fossilen Zeitalter in die Elektroenergie sind die Herausforderungen an eine effektive Nahmobilität der Zukunft.

Insbesondere das Thema "Elektromobilität in der Kurzstrecke" steht im Focus des bundesweiten Mobilitätskongress der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreisein NRW e.V. (AGFS) am 06. Oktober 2010 in Köln. Der Kongress findet im Rahmen der weltweit größten Motorrad-, Roller- und Fahrradmesse - Intermot - statt. Erstmalig öffnet dabei auch die Leitmesse für Light Electric Vehicles (LEV) - Intermot e-motion - ihre Tore.

Die AGFS

Die AGFS ist ein Zusammenschluss von 61 Mitgliedskommunen, der für aktive und erfolgreiche Nahmobilitätsförderung und eine bewegungsfreundliche Verkehrspolitik steht. Generelles Ziel ist die Realisierung einer sicheren, komfortablen fußgänger- und fahrradfreundlichen Infrastruktur und einer zeitgemäßen Mobilitätskultur. Erst im Februar 2010 hat die AGFS in " Radverkehr 2.0" die Bausteine einer zweiten Generation der Radverkehrsförderung aufgezeigt.

Trendthema Elektromobilität

Mit dem Übergang in die postfossile Mobilität hat die Suche nach alternativen Antriebskonzepten und Sparpotenzialen im Verkehrsbereich an Brisanz zugenommen. Aktuell steht die Elektromobilität - besonders die des Automobils - im Zentrum der Diskussionen. Während die E-Mobilität beim Auto jedoch aufgrund vieler ungelöster Probleme wie Kosten, Reichweite, Gewicht noch am Anfang steht, hat die Zukunft beim Öffentlichen Personennahverkehr und insbesondere beim Fahrrad längst begonnen. So hat sich etwa der Absatz von E-Bikes/ Pedelecs von 25.000 Rädern (2005) auf 150.000 Räder (2009) versechsfacht und ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen.
Bei der Förderung des Radverkehrs als Alternative zum motorisierten Kurzstreckenverkehr eröffnen gerade E-Bikes und Pedelecs ganz neue Mobilitätschancen: Längere Strecken und hügeliges Gelände sind auch für Untrainierte problemlos zu bewältigen.
Mobilitätseingeschränkte Menschen und ältere Menschen können wieder und vor allem selbstbestimmt am mobilen Leben teilhaben. Dies gilt gleichermaßen für die allttäglichen Einkaufs-, Versorgungs- und Freizeitwege und für den Tourismus.

Was kommt auf die Kommunen zu?

Um den breiten Einsatz E-betriebener Fahrzeuge - Autos und Fahrräder gleichermaßen - zu ermöglichen, muss eine entsprechende Infrastruktur inklusive Servicekomponenten realisiert werden. Vor diesem Hintergrund möchte der E-Kongress Fragen von grundsätzlicher Bedeutung beantworten:

  • Ist Elektromobilität der ersehnte Hoffnungsträger oder werden nur neue Abhängigkeiten geschaffen?
  • Wie hoch ist das E-Potenzial für Auto, ÖPNV und Nahmobilität einzuschätzen?
  • Welche Rolle spielt Elektromobilität in der Zukunftsgesellschaft?
  • Wie verändert E-Mobilität den Stadtraum und welche neuen Ansprüche stellen sich damit an die Verkehrsinfrastruktur?
  • Welche Ergebnisse und Planungshinweise können aus den laufenden Modellprojekten gewonnen werden?