Unternehmen FahrRad! informiert sich über Radschnellwege

Befahrung der Nordbahntrasse und Teilen des RS1

Nordrhein-Westfalen steht bei der Planung und dem Bau von Radschnellwegen bundesweit an der Spitze. Sie sind das Premiumprodukt der Radverkehrsförderung und haben das Potenzial für einen Quantensprung bei der Radnutzung zu sorgen.

Der Förderkreis der AGFS „Unternehmen FahrRad!“ engagiert sich seit über 10 Jahren finanziell und ideell für mehr, komfortableren und sicheren Radverkehr in NRW. Dementsprechend groß ist das Interesse an Radschnellwegen. Anfang Juni war es soweit: Anstatt einer üblichen Sitzung besuchte man gemeinsam mit Vertretern der AGFS und des Verkehrsministeriums NRW die Nordbahntrasse und den Radschnellweg Ruhr RS1.

Die Exkursion startete morgens in Wuppertal. Die zehnköpfige Gruppe radelte unter der Führung von Lutz Eßrich, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Wuppertalbewegung, den innerstädtischen Teil der Nordbahntrasse ab. Sie entstand dank der beispiellosen Eigeninitiative der Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger. Mit über 200.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden hatten sie maßgeblich Anteil daran, dass auf der stillgelegten Eisenbahnstrecke ein 22 km langer Rad- und Fußweg entstand, der in weiten Teilen die Kriterien für Radschnellwege des Landes NRW erfüllt. Die sehr komfortabel zu befahrende Ost-West-Verbindung hat in Wuppertal einen regelrechten Fahrradboom ausgelöst. Dieser Erfolg wurde 2015 mit dem Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet.

Im Anschluss wurde mittags der Radschnellweg RS1 unter die Reifen genommen. Er ist das Leuchtturmprojekt der Radverkehrsförderung in NRW und in Deutschland. Von der geplanten 101 km langen Strecke zwischen Duisburg und Hamm sind bislang 11 km befahrbar. Auf ihnen ging es von Essen nach Mühlheim an der Ruhr. Die Fahrt auf dieser qualitativ hochwertigen, schnellen und sicheren Fahrradinfrastruktur überzeugte die Vertreter von Unternehmen FahrRad! davon, dass der RS1 den neuen Mobilitätstrends Rechnung trägt und einen Gewinn für die Metropole Ruhr bedeutet.

NRW ist bei der Förderung des Fahrrads als Alltagsverkehrsmittel auf dem richtigen Weg. Davon haben sich die Unternehmen FahrRad!-Mitglieder auf der Exkursion überzeugt. Das komfortable und sichere Radeln auf den großzügig dimensionierten Radschnellwegen wertet das Fahrrad als Mobilitätsalternative weiter auf. Um jedoch die enormen Möglichkeiten des Radverkehrs voll auszuschöpfen, ist ein landesweites Netz aus regionalen und kommunalen Radschnellwegen notwendig. Bevor diese Vision Realität werden kann, muss das Bewusstsein für die Bedeutung von Radschnellwegen weiterwachsen. Den Anfang dazu bildet eine konstruktive und zukunftsgestaltende Debatte, bei der sich die AGFS auf die wichtige Unterstützung von Unternehmen FahrRad! verlassen kann.

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Hier zeigt sich die großzügige Dimensionierung der Nordbahntrasse: 2m Fußweg und 4m Radweg. Am schönen Wochenende reicht dies nicht aus, um allen Besucherinnen und Besuchern genügend Raum zu geben.

Hier soll der geplante Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet an den RS1 angeschlossen werden.

 

Am Niederfeldsee in Essen überzeugten sich die Vertreter von Unternehmen FahrRad! von der städtebaulichen Integration des RS1.
V. l. n. r.: Christian Brodem, BARMER; Guido Müller, Busch & Müller KG; Ulrich Malburg, Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW; Rolf Kathrein-Lehmann, Ortlieb Sportartikel GmbH; Albert Herresthal, VSF Verbund Service und Fahrrad g.e.V., und Andreas Hombach, Walter Solbach Metallbau GmbH